Der heutige Männerchor ist ein Zusammenschluss aus den beiden Chören ?Männergesangverein von 1883? und ?Einigkeit von 1908?, der 1962 vollzogen wurde. Der Verein trat anschließend unter der Bezeichnung ?Vereinigte Männerchöre Stürzelberg? auf.
Seit März 1996 existiert der aktuelle Name:?Männerchor 1883 / 1908 Stürzelberg?.
Wie es begann:
Anhand der Kassenbücher aus den Gründungsjahren konnte die Entstehung exakt datiert werden. Im Januar legten 20 Sangesfreunde den Grundstein für den Männergesangverein von 1883; die organisatorische und die musikalische Leitung übernahm der Hauptlehrer Karl Bruch. Geprobt wurde im Vereinslokal Johann Tolles.

Aus der Festschrift 1953: 70 Jahre MGV Stürzelberg; eins der ältesten Gesamtfotos mit dem Vorsitzenden Johann Schmitz vorn vor der Vereinsfahne
Exakt 25 Jahre nach der Entstehung des MGV verließen einige Männer die Sängergemeinschaft und es kam zu einem weiteren Stürzelberger Chor, der sich den Namen ?Einigkeit? gab.

1958: 50 Jahre ?Einigkeit? ; Lehrer Franz Kunze in der Mitte der 2.Reihe
In den folgenden Jahrzehnten konnten beide Stürzelberger Chöre mit ihren Darbietungen überzeugen und lockten viele Zuhörer zu ihren Auftritten.
Wie beliebt zu dieser Zeit das Chorsingen war, zeigt die Auftrittsstärke beider Chöre im Jahr 1934bei der Fahnenweihe des heutigen Bayerchores: Der MGV unter der Leitung von Fritz Klöckner intonierte mit 33 Sängern ?Deutschland, du darfst nicht vergehen? und ?Vineta?; die Einigkeit unter Chorleiter Heinrich Schmitz brachte sogar 38 Mitglieder auf die Bühne und überzeugte mit ?Die drei Zigeuner? und ?Der Fremdenlegionär?.
Auch der 2.Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren; einige Sängerkameraden kehrten gar nicht mehr zurück, andere kamen Jahre später erst aus der Gefangenschaft.
Umso erstaunlicher ist es, dass der Probenbetrieb schon kurz nach Kriegsende wieder aufgenommen wurde; dies ist insbesondere dem damaligen Vorsitzenden Johann Schmitz zu verdanken, der den MGV von 1946 bis 1966 immerhin zwei Jahrzehnte umsichtig und erfolgreich führte.

Vorsitzender Johann Schmitz
Der heutige Chor fußt auf den genannten Sängergemeinschaften und hat somit, bis auf Unterbrechungen durch die beiden Weltkriege und in den Jahren 1983 bis 1995, durchgehend bestanden und die kulturellen Aktivitäten des Heimatortes weitgehend mitbestimmt. Dies lässt sich anhand vieler Konzertprogramme und Berichte von zahlreichen Festen nachweisen. Außerdem trat der Chor auch sehr häufig auf auswärtigen Veranstaltungen und bei Konzerten auf.
Lange Jahre zeichnete er auch für die legendären Karnevalssitzungen verantwortlich. Auskünfte hierüber geben viele Presseberichte in den regionalen Zeitungen sowie die folgenden Fotos.

Auch den Elferrat mit dem Sitzungspräsidenten Guntram Thiele hats gepackt

Die Stürzelberger ?Hofsänger? im Saale Tolles

Sitzungspräsident Guntram Thiele und Büttenredner Georg Malzkorn
Es ist erfreulich, wie sich der Chor über alle Jahrzehnte, über alle kulturellen Epochen und über alle tief greifenden gesellschaftlichen Veränderungen hinweg, einerseits der Tradition verhaftet, andererseits moderne Elemente aufgreifend, immer wieder weiter entwickelt und bis heute Bestand hat. Dennoch darf dabei nicht übersehen werden, dass es auch in unseren Reihen Nachwuchsprobleme gab und gibt.
Nicht zuletzt deshalb besteht seit 2002 eine Chorgemeinschaft mit dem Männerchor ?Sangeslust? Delrath und alle Aktivitäten wie Konzerte, Gottesdienstgestaltung und Auftritte in Seniorenheimen finden gemeinsam statt.
Wert gelegt wird darüber hinaus auf gesellige Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden; hierzu zählen insbesondere Ausflüge, das Grillfest in Delrath und die Weihnachtsfeier im Stürzelberger Pfarrheim; dort finden auch im monatlichen Wechsel mit dem Probenlokal in Delrath die wöchentlichen Proben statt, jeweils dienstags von 20.00 bis 21.30Uhr.
Jeder, der sich durch unsere Veranstaltungen angesprochen fühlt und Lust an der Musik wie Spaß am Gemeinschaftsleben hat, ist eingeladen, bei uns reinzuschnuppern und mitzusingen.

Nach dem Konzert 2004 in Köln-Merheim


Konzert 2007 in der Lukaskirche
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