Entstehungsgeschichte des Ständebaums in Stürzelberg

mvc00018Seit vielen Jahren veranstalten der Löschzug Stürzelberg der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dormagen und das Bundes-Tambourcorps 1887 Stürzelberg den Tanz in den Mai. Dieser Tanz in den Mai findet alljährlich im Feuerwehrgerätehaus an der Feldstraße in Stürzelberg statt. Dabei ist das Aufstellen eines Maibaumes hinter dem Gerätehaus der erste Programmpunkt dieses Abends.

Da der Rheinort seit ein paar Jahren über einen wunderschönen neuen Dorfplatz in der Ortsmitte verfügt, gab es bei den Feuerwehrleuten und auch bei den Spielleuten schon seit einiger Zeit die Idee, den Maibaum auf diesem Dorfplatz zu platzieren. Auch war der bisherige Maibaum in die Jahre gekommen, und es musste etwas Neues her.

So beschlossen beide Vereine dann Anfang des Jahres 2002 nicht nur einen neuen Maibaum auf dem Dorfplatz, also im Ortsmittelpunkt, aufzustellen, sondern mit etwas mehr Aufwand einen Ständebaum dort zu installieren.

Im Mai 2002 wurde dann an der Stelle, wo beide Vereine diesen neuen Baum gerne hinstellen wollten, ein provisorischer Maibaum aufgestellt. Nach den ersten Überlegungen und Vorgesprächen sollte es dann losgehen. Beide Vorstände holten das Einverständnis für die Erstellung eines Ständebaumes bei den jeweiligen Mitgliedern ein und dann wurde ein Arbeitsausschuss mit den folgenden Leuten gebildet: von der Feuerwehr: Hubert Busch, Reinhold Busch, Stefan Does, Dirk Schotten, vom Tambourcorps: Norbert Zell, Peter Bayer, Michael Jussenhoven, Udo Stamm.

Dieser Arbeitsausschuss traf sich am 22. Mai 2002 zur ersten Versammlung, um das Projekt „Ständebaum in Stürzelberg“ auf den Weg zu bringen. In dieser Versammlung wurden dann schon alle Rahmenbedingungen festgelegt.

mvc00013Die Höhe sollte etwa 17 Meter betragen. 29 Schilder werden den Ständebaum zieren. 24 so genannte Zunftschilder und 5 allgemeine Schilder. Diese fünf allgemeinen Schilder sollen sein: Das Stürzelberger Wappen, das vor Jahren von Jakob Justenhoven kreiert wurde. Das Wappen der Bruderschaft als größter Verein im Ort. Auf einem Schild soll der hl. Aloysius verewigt sein. Gegenüber des Ständebaumes befindet sich die katholische Pfarrkirche, deren Schutzpatron der heilige Aloysius ist. Die letzten beiden Schilder sollen die Embleme der Feuerwehr und des Tambourcorps zieren. Diese beiden Vereine sind nicht nur die Initiatoren sondern auch die Ersteller dieses Baumes. Die Schilder werden beidseitig mit diesen Wappen versehen.

In die Spitze des Mastes kommt ein Wetterhahn. Während der Adventszeit wird oben ein beleuchteter Weihnachtsstern zu sehen sein und im Mai wird natürlich ein Maikranz den Ständebaum zieren.

mvc00014Zuerst musste nun der Standort festgelegt werden. Hierzu traf man sich mit der Stadtverwaltung und einigen Vereinsvertretern und alle sprachen sich für den ins Auge gefassten Standort aus. Nachdem das Vorhaben dann in den politischen Gremien befürwortet wurde, musste die Statik erstellt werden, die Baugenehmigung, die Genehmigungen vom Deichverband und vom staatlichen Umweltamt für Deichschutz eingeholt werden. Die Beschaffung von Geldern war ein weiterer wesentlicher Punkt. Die Finanzierung der Zunftschilder sollen die Handwerker aus dem Ort übernehmen. Alle anderen Kosten, wie die Materialkosten des eigentlichen Baumes (Mast), das Aufstellen usw. übernahmen die Feuerwehr und das Tambourcorps. Im Januar 2003 traf man sich mit den ortsansässigen Handwerkern und stellte das Vorhaben und auch schon die ausgesuchten Zunftzeichen vor. Die anwesenden Handwerker sahen der Sache positiv entgegen.

Natürlich meldeten sich auch einige Gewerbetreibende gar nicht, aber der Ausschuss ließ nicht locker, und sprach alle nochmals an.

mvc00015Am 1. Februar 2003 war es soweit. Das Fundament wurde ausgehoben.

Und wie das in Stürzelberg so üblich ist, ließ Hilfe in Form eines Bagger nicht lange auf sich warten. Spontan kam ein Mitbürger mit seinem Bagger und hob die Grube für das Fundament aus. Auch sorgte er für den Abtransport und die Entsorgung des Erdreiches. Damit war der erste Schritt getan.

Das größte Erlebnis beim Bau des Ständebaumes allerdings war der Transport und das Aufstellen des Baumes. Nachdem dann alle Teile verzinkt waren, wurde der 17 Meter lange Mast in einer Werkstatt in Zons zusammengesetzt. Dann musste das Ungetüm von dort nach Stürzelberg geschafft werden. Hierfür wurde die Deichstraße in Zons und auch die Oberstraße in Stürzelberg zeitweise gesperrt. Der Mast wurde dann mit einem Autokran in das vorgesehene Fundament gestellt. Dieses Spektakel wird den Feuerwehr- und Spielleuten noch lange in Erinnerung bleiben. Am 1 Mai 2003 stand der Baum und war mit einem Maikranz versehen. Die Zunftzeichen, die diesen Baum dann zum Ständebaum werden lassen, sollen im September fertig sein, so dass dann die offizielle Einweihung erfolgen wird. Diese Einweihung findet dann nach einer hl. Messe im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit voraussichtlich am 28.09.2003 statt. Ohne die handwerklichen Fähigkeiten einiger Mitglieder der beiden Vereine und der Bereitschaft viele Stunden unentgeltlich für die Sache zu arbeiten, wäre sicherlich ein solches Projekt nicht durchführbar gewesen.

mvc00017Den 2. Vorsitzenden des Tambourcorps, Norbert Zell, wollen wir hier als einzigen namentlich erwähnen. Er hat über das normale Engagement hinaus so viel für das Projekt getan, das sein Name hier veröffentlicht gehört.

Wir alle, Feuerwehr, Tambourcorps, Ständebaumaussschuss, sind stolz auf dieses neue Highlight auf dem Dorfplatz unseres geliebten Heimatortes.

Wir möchten auch allen Dank sagen, die uns finanziell und auch materiell in irgendeiner Form unterstützt haben. Auch die Unterstützung von Politik und Verwaltung war uns immer eine große Hilfe.

05/2003 Udo Stamm

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